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Die Natur fasziniert mich. Das einfache, reduzierte Leben. Nicht einfach den Wasserhahn aufdrehen, nicht einfach die Herdplatte einschalten, den Lichtschalter drücken. Ich versuche, ein Bewusstsein zu entwickeln für mein persönliches Konsumverhalten. Gleichzeitig eröffne ich einen Concept Store – tue ich das Richtige? Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich kurz nach der Eröffnung von ale.beiro eine Woche in einer Hütte in den Bergen verbrachte.

 

 

 

Klar, ich kann hinter meinen Produkten stehen. Sie alle werden liebevoll produziert, viele davon mit einem sozialen Hintergrund. Dennoch bin ich durch die Eröffnung meines Stores auf den Konsum anderer Menschen angewiesen. Will ich das? Oder will ich doch lieber ein bescheidenes Leben in einer abgelegenen Hütte leben? So könnte ich auch der Frage ausweichen, ob ich mich wirklich als Inhaberin in den Vordergrund stellen möchte. Ein Unternehmen braucht ein Gesicht dahinter, ich weiss. Aber ist mir wirklich wohl im Rampenlicht? Will ich auf Facebook und Instagram aktiv sein? Und: In welcher Form betreibe ich diese Plattformen? Teile ich nur Produkte? Oder auch Privates?

 

 

 

Seit wenigen Monaten ist nun ale.beiro offen. Noch nicht lange, und schon kämpfe ich mit ups and downs. Doch jedes down bringt bekannterweise auch ein up – ein geniales System, nicht wahr? Heute bin ich froh um diese anfänglichen Zweifel. Denn all diese Fragen und Gedanken haben mich noch einmal dazu gezwungen, genau hinzusehen. Zu hinterfragen. Umso klarer ist nun meine Antwort. Sie lautet:

 

 

 

Ja, ich will!

 

Ich will mutig sein.

 

Ich will meine Grenzen austesten.

 

Ich will auf meine Wünsche zugehen.

 

Mit ups and downs, aber ohne Stress.

 

 

 

Ich bewundere Frauen, die etwas in die Hand nehmen und testen, was möglich ist. Dass ich nun selber auch die Möglichkeit habe, meine Energien dahinzusteuern, wo ich sie haben möchte, ist einfach nur genial. Schon jetzt spüre ich, wie durch meinen Store die Lust nach eigenem kreativem Schaffen erwacht, wie es sprudelt in meinem Kopf. Immer öfter versuche ich auch selber etwas zu erschaffen … Schmuck, Holzbrennen, Messer schmieden … das alles fühlt sich für mich nach Erdung an, nach körperlicher Arbeit aber auch nach Kreativität.

 

 

 

Heut weiss ich: Ich liebe was ich tue und ich liebe die Dinge, mit denen ich mich umgebe.

 

 

 

Vergiss Sicherheit. Lebe, wo du fürchtest zu leben. Zerstöre deinen Ruf. Sei berüchtigt (RUMI).

 

 

 

Herzlich,

 

eure ale